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Katzen sind einer Vielfalt von ansteckenden Krankheiten ausgesetzt. Eine ungeimpfte Katze kann damit angesteckt werden und ernsthaft erkranken. Das kann langwierige Leiden zur Folge haben, wie Lähmungen, Blindheit und sogar den Tod. Es gibt vier verbreitete Krankheiten des oberen Respirationstraktes: Katzenseuche, Katzenschnupfen, Calicivirus und Chlamydiosis.
Feline Leukämie
Die Feline Leukämie ist eine andere ansteckende Krankheit, gegen die es eine Impfung gibt, aber das Virus kann nicht so leicht übertragen werden wie Viren, die die oberen Atmungswege betreffen.
FIP
FIP wird durch ein Coronavirus übertragen. Es gibt einen neuen Impfstoff gegen FIP; trotzdem sind die Forschungen für eine noch sicherere Impfung nicht abgeschlossen.
Zwingerhusten
Der Zwingerhusten (Bordetella bronchiseptica) war bis anhin nur bei den Hunden bekannt. Neueste Untersuchungen zeigen jedoch, dass sogar Katzen mit Bordetella infiziert sein können.
Katzenseuche
Die Katzenseuche (Distemper; Feline Infektiöse Enteritis) ist sehr ansteckend und kann für Katzen jeglichen Alters tödlich verlaufen. Symptome sind: Plötzliches Ansteigen von Fieber, Appetitlosigkeit, Austrocknung, Depression, Brechen und Schwindel. Infizierte Katzen können eine verminderte Anzahl von weissen Blutkörperchen aufweisen. Die Todesrate ist hoch.
Katzenschnupfen
Der Katzenschnupfen (Feline Virale Rhinotracheitis) wird von einem Felinen Herpesvirus verursacht. Symptome sind:Niesen, Husten, Lichtempfindlichkeit, Anschwellen der Augenbindehäute (das Augenlid schiebt sich vor) in einem oder beiden Augen, Verstopfung der Augen und der Nase. Depressionen, Appetitlosigkeit und Fieber können ebenfalls beobachtet werden. In den Augen können sich Geschwüre entwickeln, die zu schweren Augeninfektionen bis zur Blindheit führen.
Feline Calcivirus
Der Feline Calcivirus ist ähnlich wie bei uns eine Erkältung. Von einem RNA-Virus übertragen ist die Krankheit resistenter, obwohl die Symptome oft weniger schwerwiegend auftreten.Die Symptome können dieselben wie beim Katzenschnupfen ein; Geschwüre an der Zunge kommen noch dazu. Wenn eine Lungenentzündung ausgelöst wird, ist die Todesrate vor allem bei den Jungtieren hoch.
Feline Chlamydiosis
Feline Chlamydiosis ( Lungenentzündung=Pneumonitis) ist eine Erkrankung, die sich vor allem in den Augen zeigt. Ernsthaft erkrankte Jungtiere haben ganz verschwollene Augen und eine fortgeschrittene Bindehautentzündung. Chlamydia kann sehr behandlungsresistent sein. Kranke Katzen brauchen zur Genesung eine monatelange Antibiotikatherapie.
Feline Leukämie
Feline Leukämie (FeLV) wird von Katze zu Katze in engem körperlichen Kontakt übertragen. Keine
Impfung schützt 100%, aber wenn man Jungtiere von Ansteckungsquellen (z.B. Katzen mit Freilauf)
fernhält, kann man die Verbreitung der Krankheit eindämmen. Die Symptome sind sehr verschieden.
Bevor Sie Ihre Katze impfen lassen, sollte die Katze einen Bluttest mit FeLV-negativem Resultat
aufweisen.
Impfungen: Durch den Gebrauch von Impfungen wurde die Häufigkeit (Inzidenz) und Ernsthaftigkeit
von ansteckenden Krankheiten stark reduziert. Durch die Impfung wird in der Katze ein komplizierter
Prozess ausgelöst, bei dem ihr Abwehrsystem aufgefordert wird, die eingeschleusten fremden Proteine
(Antigene) zu erkennen und biologische Abwehrkräfte (Antikörper) zu produzieren. Diese Antwort
ihres Immunsystems beschützt die Katze künftig vor den im Impfstoff vorhandenen Erregern. Die
Begriffe Impfung und Immunisierung werden beide in diesem Zusammenhang verwendet. Sie bedeuten
aber nicht genau das gleiche. Kein Impfstoff ist 100% wirksam gegen alle Stämme von infektiösen
Erregern. Trotzdem werden die meisten geimpften Katzen immun gegen diese Krankheiten. Der richtige
Gebrauch von Impfungen wird die meisten Katzen von den zum Teil fatalen Folgen dieser Krankheiten
bewahren.
Es ist wichtig, schon Jungtiere zu impfen und die Impfung innerhalb weniger Wochen zu wiederholen,
damit sie gegen die Krankheit eine Immunität bilden können. Kleine Katzen erhalten durch die
Muttermilch Antikörper. Dies wird "Immunität durch die Mutter" genannt. Diese Antikörper verlieren
ihre Wirkung zwischen 6 und 10 Wochen. Deshalb werden die Kätzlein in dieser Zeit zum ersten Mal
geimpft. Damit die Immunisierung sicher stattfindet und die Jungkatze genügend Antikörper bilden
kann, impft man sie im Abstand von 3 Wochen nach. Werden die Jungtiere zu früh geimpft, verhindern
die durch die Muttermilch erhaltenen Antikörper eine Immunisierung gegen die Krankheit. Erst wenn
die Immunität durch die Mutterkatze nachlässt, können die Kätzlein erfolgreich geimpft werden. Ein
geimpftes Kätzlein kann Reaktionen zeigen wie Müdigkeit, Appetitmangel, Niesen oder wässerige Augen.
Diese Anzeichen sind vorübergehend. Schonen sie ihre frischgeimpfte Katze vor körperlicher Anstrengung
und Unruhe, damit sie sich schnell erholen kann.
Erhältliche Impfstoffe sind der Lebend-Impfstoff und der Tot-Impfstoff. Beim Lebend-Impfstoff wird
die gleich hohe Immunität hervorgerufen wie bei einer Infektion mit der Krankheit, ohne die gleichen
Symptome hervorzurufen. Lebend-Impfstoffe können nicht bei trächtigen Tieren verwendet werden. Von
vielen Tierärzten und Züchtern wird der Totimpfstoff vorgezogen, weil das Virus bei dieser Art von
Impfung nicht aktiv werden und sich replizieren kann. Der Impfstoff ist für das Tier sicherer, weil
sich das Virus nicht ausbreiten kann. Den gleich hohen Schutz gegen eine Infektion wie bei der
Lebendimpfung bietet sie aber nicht.
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