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Hallo, mein Name ist "Miracle of Life" und ich bin ein brauner Burma-Kater, der es geschafft hat, mit der Hilfe von 1000 Schutzengeln zur Welt zu kommen...
das Wunder der Katzenwelt bin - das Wunder des Lebens, welches nur mit Gottes Hilfe zustande kommen konnte: Meine Mama hatte vor mir ja schon einmal meine Geschwister zur Welt gebracht, aber bei der Geburt hat sie so sehr gedrückt, daß mit dem letzten Baby auch ihre Gebärmutter heraus kam. Das war gar nicht lustig für meine Mama und meine Menschenfrau fuhr mit ihr dann sofort zum Notdienst. Dort wurde meine Mama gut versorgt und unter Narkose hatte der Tierarzt dann die gereinigte Gebärmutter einfach wieder reingeschoben. Mama wurde geschüttelt wie ein Sack, damit die Gebärmutter wieder richtig in ihre Position kommen sollte und anschließend nochmal geröntgt: toll, alles war in Ordnung. Die Gebärmutter lag wieder richtig und meine Menschenfrau konnte mit Mama wieder nach Hause fahren. Meine Mama erholte sich wieder ohne Komplikationen und kümmerte sich um meine Geschwister, aber meine Menschenfrau sagte ganz klar, daß das nun der letzte Wurf meiner Mama gewesen sein soll, denn sie hatte Angst, daß Mama nochmal Probleme mit der Gebärmutter kriegen würde. Mama sollte kastriert werden, sobald meine Geschwister groß waren. Alles verlief wunderbar und als meine Geschwister groß genug waren, wurde für meine Mama und auch für meinen Papa direkt mit, ein Kastrationstermin vereinbart. Papa sollte nun auch in Ruhestand gehen, denn der hatte angefangen, seine Mannesdüfte zu verbreiten *hihi*, aber das fand meine Menschenfrau gar nicht so lustig. Nun ja, das ist halt der Lauf der Dinge..... Kurz vor der Kastration wurde meine Mama rollig und Papa machte mit ihr sofort Liebe.... die wollten es wohl nochmal so richtig genießen. Oh wie hatten die sich lieb. Meine Menschenfrau hat Mama sofort noch am gleichen Tag die Pille verpasst und zwei weitere Tage dazu. Sie wollte verhindern, daß Mama schwanger wird und auch die Rolligkeit abbrach, denn Mama und Papa hatten ja bereits Termin zur Kastration. Aber, Ihr lieben Leute, da hatte meine Menschenfrau die Rechnung ohne mich gemacht, denn ich kämpfte mich trotz dieser blöden Pille, die mich einfach daran hindern wollte, Mamas Eierstock zu erreichen, mit ganzer Kraft vor. Man, das war Schwerarbeit, aber ich schaffte es zu meinem Eierstock und dockte an *juhuu* ... geschafft und jetzt ließ ich auch nicht mehr los. Die Hormone gingen links und rechts auf mich los, aber ich hielt mich fest und nach den drei Tagen wurde es dann für mich wieder ruhiger. Die Wirkung der Pille ließ nach und ich konnte aufatmen. Nur...., nicht lange, denn dann kam der nächste Schlag für mich. Meine Mama wurde mit Papa zur Kastration gebracht und weil Mama ja einen Gebärmuttervorfall hatte, sollte sie komplett operiert werden. Das sollte heißen: alles raus, inclusive mir!!! Ne, also nicht mit mir *grrr*, dachte ich und dann betete ich ganz schnell zum lieben Katzengott, damit er mir hilft. Sofort schickte der seine Engel los. Sie nahmen meinen Eierstock und mich unter ihren Schutz und tauchten mit mir einfach unter. Ja!!!, wir versteckten uns mit der ganzen Hälfte des Gebärmutterhorns und dem Eierstock an dem ich hing und gerade in der Zellteilung war. Das war gerade noch rechtzeitig, denn dann wurde ich auf einmal ganz müde. Mama hatte Narkosemittel bekommen und davon schlief ich direkt mit ein. Der Onkel Doktor schnitt Mamas Bauch auf und entfernte die eine Hälfte des Gebärmutterhorns und den Eierstock.... und dann wollte er meine Seite entfernen, aber ich war WEG. Meine Schutzengel hatten mich einfach unsichtbar gemacht!!!! Der Doktor suchte und suchte und suchte, aber er fand mich nicht. Sogar die inneren Organe in meiner Mama wurden hochgehoben.....aber ich blieb in meinem Versteck so mucksmäuschenstill, daß er mich nicht fand. Nach einer Stunde wurde meine Mama wieder zugenäht und ICH war immer noch DA *juchuuu*. Da hatte ich den Onkel Doktor ganz schön überlistet !!!!!! Man, das war aber auch Zeit. Von so viel Narkose wurde mir ja fast schlecht. Als meine Menschenfrau Mama abholte, erklärte ihr der Doc, daß er nur eine Hälfte der Gebärmutter und einen Eierstock entfernt hatte, weil der andere *hihi* nicht auffindbar gewesen sein. Die einzige Erklärung damals war, daß eventuell bei der Hineinschiebung der Gebärmutter bei dem Gebärmuttervorfall beide Gebärmutterhörner ineinander geschoben worden sind, die sich dann verschmolzen haben. Meine Menschenfrau sollte Mama weiter beobachten, ob sie nochmal rollig werden würde und wenn ja, müsste sie nochmal nachoperiert werden. Meine Menschenfrau war ganz schön baff, denn sie züchtete ja schon 14 Jahre Burma-Katzen, aber so etwas hatte sie noch nie erlebt oder davon gehört. Zu Hause erholte sich meine Mama dann wieder sehr schnell von der Operation, aber meiner Menschenfrau fiel auf, daß meine Mama immer aggressiver wurde und alle Katzen ankeifte, was sie vorher nie getan hatte. Boah, das war echt schlimm, denn ich kriegte das ja auch immer mit und meine Menschenfrau wurde immer trauriger, weil sie nicht mehr wusste, warum meine Mama so war. Sie war doch sonst immer sehr sanft gewesen. Richtig launisch war meine Mama geworden. Ich war nun schon drei Wochen im Bauch und keiner hatte mich bis jetzt bemerkt, da wurde Mama dann nochmal untersucht und abgetastet, weil meiner Menschenfrau auffiel, daß die Zitzen meiner Mama immer dunkelroter wurden. Na, aber da rief ich sofort wieder meine Engel und bat um Hilfe. Und wieder kamen sie gleich zu mir und nahmen mich in die Mitte. Ganz flach drückten die mich zusammen und als der Onkel Doktor meine Mama am Bauch abfühlte, da drückten mich meine Engel fast unter den Rippenbogen, damit ich nicht fühlbar war. Und es klappte wieder! Der Doc hatte mich nicht gefühlt!!!!!!! Ha, keiner ahnte was von mir und ich war beruhigt, denn hätten die mich da entdeckt, dann wäre Mama wohl sofort nochmal aufgemacht worden. Nachdem das nun auch ausgestanden war und die roten Zitzen auf "Hormonumstellung" diagnostiziert wurden, trat vorübergehend Ruhe für mich ein, bis - ja bis ich dann erstmal wieder gegen Entwurmungsmittel ankämpfen mußte. Meine Menschenfrau war nun auch der Meinung, Mama ist nicht schwanger und so wurde meine Mama dann gegen Giardien entwurmt. Oh, war das ein scheußliches Zeug und ich dachte fast, ich verlier den Halt im Gebärmutterhorn. Dieses Zeug war ja ein Zeug, was man nicht schwangeren Katzen geben sollte, weil es zu stark für uns kleine Babies wäre und wir davon vielleicht absterben können oder so. Also rief ich sofort wieder meine Engel und sofort waren sie zur Stelle. In den zwei Tagen, wo meine Mama das Zeug zum Schlucken bekam, wurde ich ganz doll beschützt und der Wirkstoff wurde nicht an mich herangelassen. So konnte mir nichts passieren und ich klammerte mich auch ganz doll im Bauch von Mama fest, daß ich nicht abgestoßen wurde. Meine Engel waren wirklich voll und ganz beschäftigt, aber sie halfen mir, daß ich am Leben blieb. Endlich war auch das ausgestanden und ich konnte mich nun in Ruhe weiter entwickeln. Immer noch ahnte niemand etwas von mir und Frauchen machte sich auch keine großen Gedanken mehr, außer, daß ich immer wieder hörte, daß sie sagte: "ich weiß nicht, aber die Katze sieht schwanger aus...." Wenn sie dann anfing, Mama abzutasten,war ich ganz schnell in irgendeiner Ecke im Bauch verschwunden und so konnte sie mich nie fühlen... Ich wurde immer größer und Mama bekam nun auch ein kleines Bäuchlein, aber da meine Menschenfrau ja nie was gespürt hatte, ging sie davon aus, daß meine Mama durch die Kastration endlich wieder richtig zunehmen würde und ich hatte weiter nichts zu befürchten. Nur, als ich groß genug war, um auf die Welt zu kommen, da machte meine Mama keine Anstalten, mir mal zu helfen. Ne, sie fing plötzlich an und ließ andere Katzen an ihrem Bauch nuckeln. Mich hatte sie wohl vergessen????? Ich trampelte und trampelte, aber meine Mama schien das gar nicht zu stören. Mein Fruchtwasser war auch schon nicht mehr ganz in Ordnung und nun war es Zeit, daß ich hier endlich raus kam. Aber wie? Meiner Menschenfrau fiel jetzt auch auf, daß meine Mama überhaupt nicht mehr biestig zu den anderen war, sondern diese putzte und abschlabberte und das war so ein typisches Verhalten einer Katze, die vor der Geburt steht. Zumindest kannte sie es von anderen oft so. Sie untersuchte meine Mama nochmal und stellte fest, daß meine Mama Milch hatte.... boah, da kam die aber in die Gänge!!!!!! Mama wurde jetzt wieder von oben bis unten abgetastet: Stückchen für Stückchen und da ich nun hier raus wollte, versteckte ich mich auch nicht mehr, sondern strampelte mit Leibeskräften, damit mich meine Menschenfrau ertasten konnte. Und das tat sie dann auch.... Schade, daß ich ihr Gesicht nicht sehen konnte. Sie muß bald umgefallen sein, als sie mich spürte. Jetzt endlich wusste jemand von mir, denn es wurde allerhöchste Zeit für mich. Meiner Menschenfrau fiel jetzt auch auf, daß Mama gelblich-grünen Schleim absonderte und der hatte nun nichts mit Blutungen durch eine beginnende Geburt zu tun, aber da meine Mama Milch hatte und auch sonst in Ordnung war, ging meine Menschenfrau davon aus, daß es noch ca. 3 Tage dauern wird. Oh nein!!!!!, ich mußte doch jetzt raus. Mein Fruchtwasser wurde immer trüber und auch mein Gebärmutterhorn fing an sich zu verfärben!!!!! Ich hielt noch zwei Tage aus, aber dann wurde mir das zuviel. Ich konnte schon nichts mehr sehen, so trüb war mein Fruchtwasser und meine Engel leisteten Schwerarbeit, daß ich nichts davon abbekam. Ich boxte und boxte im Bauch herum, daß Mama eine einzige Wehe kriegte, aber die muß weh getan haben, denn sie machte dabei ganz komische Geräusche. Meine Menschenfrau sah und hörte es und der war sofort klar, daß da irgendwas nicht stimmte. Sie packte meine Mama direkt in den Transportkorb und war innerhalb einer halben Stunde bei unserem Onkel Doktor. Dort wurde gar nicht lange gefackelt und Mama wurde sofort in Narkose zum Kaiserschnitt gelegt. Oh man, war ich froh. Endlich würde ich aus diesem trüben Wasser rauskommen und ich schlief mit Mama zusammen ein. Als man Mamas Bauch aufgeschnitten hatte, kam bereits eine blitzeblaue Gebärmutter zum Vorschein. Das sah überhaupt nicht gut aus und richtig mulmig schnitt man die Gebärmutter auf. Da sah man es schon: Das Fruchtwasser war gritzegrün und man war sich einig, daß ich in den nächsten Stunden darin gestorben wäre. Mama hatte mich nämlich schon übertragen. Aber meine Engel
haben mich bis zum Schluß so sehr beschützt, daß ich
es gerade noch schaffen konnte, rechtzeitig auf die Welt geholt zu werden Der Onkel Doktor griff in die aufgeschnittene Gebärmutter rein, umklammerte mich und holte mich raus: Sprachlos standen alle da und bestaunten mich: Ich war ein Riesenbaby mit 115g und KERNGESUND
Sofort wurde ich gewaschen und gerubbelt, aber durch die Narkose kam ich nicht zum Atmen. Ich bekam ein Mittel unter die Zunge gespritzt und meine Lunge öffnete sich. Meine Menschenfrau kümmerte sich um mich. Sie rubbelte und rubbelte und rubbelte, machte Mund-zu-Mund-Beatmung und rubbelte weiter und weiter und weiter. Der Onkel Doktor kümmerte sich um meine Mama. Ganz langsam kam ich endlich zu mir und als ich mein Vorderpfötchen bewegte und Lebenszeichen von mir gab, weinte meine Menschenfrau vor Freude. Oh ja, sie freute sich wahnsinnig über mich und sagte direkt, daß ich niemals, niemals abgegeben werden würde, denn ich sei ein Gottesgeschenk. Na, so ohne meine Engel hätte ich das alles wohl nicht überlebt...... muß schon was dran sein..... Ich wurde dann mit meiner Mama zusammen in einen Transportkorb gelegt und wir fuhren nach Hause. Dort hatte meine Menschenfrau schon alles vorbereitet, als sie gemerkt hatte, daß Mama ein Baby im Bauch hat *hihi* und dann wurden wir in die Wurfkiste gelegt. Ich konnte zum ersten Mal trinken, aber meine Mama wollte mich da noch nicht. Sie war halbwegs schon etwas aufgewacht und ich tat ihr wohl mit meinem Krallen weh. So wurde ich am ersten Tag mit der Hand gefüttert, aber wenigstens konnte ich mich zum Schlafen an meine Mama kuscheln. Ja, wie das natürlich bei einem Einzelkind so üblich ist, entwickel ich mich einfach super und bin der Schatz aller.
Alle Freunde von meiner Menschenfrau haben mitgezittert, als bekannt wurde, daß meine Mama ein Baby im Bauch hatte, das sich gegen alles so sehr verteidigt hatte. Ne, Leute, nicht mir mir !!!! So einfach wieder "wegmachen lassen", DAS wollte ich einfach nicht. Schließlich wollte ich doch Eure Menschenwelt kennenlernen und ich habe es mit meinen Engeln geschafft, die 3 Tage Pilllengabe - die einstündige Kastration meiner Mama - die Giardien-Entwurmung und die Übertragung im grünem Fruchtwasser zu überstehen.
Übrigens, jetzt weiß man auch, wie es dazu kommen konnte, daß bei meiner Mama nur die eine Gebärmutterhälfte gefunden wurde: durch das Wiederhineinschieben der Gebärmutter bei dem Gebärmuttervorfall, sind die beiden Gebärmutterhörner, die ja miteinander normalerweise verbunden sind, auseinander gerissen. Beide Hörner haben sich aber sofort wieder geschlossen und arbeiteten selbständig weiter, wobei das eine Gebärmutterhorn weggerutscht war (das waren MEINE Schutzengel *hihi*, denn dadurch konnte ich mich einnisten und entwickeln). Meine Mama ist nun inzwischen vollständig kastriert und auch das andere Gebärmutterhorn wurde erfolgreich entfernt. Na, jetzt hab ich nix mehr dagegen!
(Diese Geschichte ist urheberrechtlich geschützt. Mit freundlicher Genehmigung von Barbara Hickmann, http://www.burmesen.com) |